Der Newsletter für kommunale Gestalter:innen
NEWSLETTER Nr. 1/2026

Liebe:r Leser:in,


dass jedes Kind ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung hat, steht im Gesetz (§ 1 SGB VIII). Ob dieses Recht auch praktisch eingelöst wird, entscheidet sich oft schon sehr früh und sehr konkret bei der Frage: Wer bekommt einen Kitaplatz – und wer nicht?

Denn damit Kinder von qualitativ guter früher Bildung profitieren können, müssen sie dort auch ankommen. Das klingt selbstverständlich. Ist es aber nicht. Eine neu erschienene Bestandsanalyse der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung zeigt: Strukturelle Zugangsbarrieren führen häufig dazu, dass vor allem Kinder und Familien außen vor bleiben, für die Kindertagesbetreuungsangebote besonders wichtig wären.

In unserer nächsten „Kommune gestaltet!“-Veranstaltung stellt Bildungsmanagerin Judith Strohm (DKJS) die Ergebnisse dieser Untersuchung genauer vor, ordnet ihre Erkenntnisse in den aktuellen Forschungsstand ein und diskutiert mit uns und den Teilnehmenden: Was können Kommunen jetzt konkret tun, um diese strukturellen Zugangsbarrieren abzubauen?

“Kommune gestaltet! - Unfair von Anfang an?"
10. März 2026 | 13:00 – 13:55 Uhr | digital

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und konkrete Beispiele aus Ihren Kommunen, wie Sie Ihre Handlungsspielräume bereits nutzen, um einen faireren Zugang zu Kitaplätzen zu gewährleisten!

Mit Vorfreude auf den März grüßt

Susanne aus dem K360-Team

Neues aus unserer Initiative

Höhere Qualität durch bessere Struktur Landshut baut proaktiv an der Zukunft der Jugendhilfe

Die Kreisverwaltung Landshut reißt mit einem Change-Prozess Silos ein und hinterfragt ihre Kultur grundlegend. Dafür sortiert sie ihre Strukturen und verschlankt Abläufe um Raum sowie Zeit zu schaffen, die Mitarbeitende, junge Menschen und ihre Familien brauchen. Dieser Umbau ist kein Schnellschuss, sondern ein langfristiger Prozess – und er begann gerade dort, wo viele Fäden zusammenlaufen: im Jugendamt.

Wir haben mit Thomas Weinzierl, Gesamtleiter des Kreisjugendamtes der Kreisverwaltung Landshut über diesen Prozess gesprochen. Zwei Praxisbeispiele zeigen, was sich durch die neue Struktur schon verändert hat.

Train the Trainer für unser Planspiel am 24. April

Gemeinsam mit der Agentur planpolitik haben wir das Planspiel „Schlotterbrück denkt strategisch“ zur kooperativen Jugendhilfeplanung entwickelt. Teilnehmende setzen sich darin praxisnah mit kommunalen Verhandlungssituationen, Entscheidungsstrukturen und unterschiedlichen Perspektiven auseinander – und stärken ihre Moderations- und Verhandlungskompetenzen.

In unserer kostenlosen Train-the-Trainer-Ausbildung erfahren Sie alles, was Sie für die Durchführung benötigen. Der nächste Termin findet am Freitag, 24. April 2026, von 09:00–11:00 Uhr statt. Interesse? Schreiben Sie uns eine kurze E-Mail und sichern Sie sich einen Platz.

Aus unserem Netzwerk

Webinar

So funktioniert Collective Impact

Große gesellschaftliche Herausforderung lassen sich am besten gemeinsam lösen. Der Collective-Impact-Ansatz hilft dabei, dass eine sektorübergreifende Zusammenarbeit auch tatsächlich strukturiert, strategisch und mit klarem Fokus auf Wirkung abläuft.
Der SKala-Campus bietet mit einer digitalen Veranstaltung eine kompakte Einführung in den Ansatz. Das Webinar richtet sich an Koordinierungsstellen in Non-Profit-Organisationen, Unternehmen und Kommunen, die Kooperationen nicht nur durchführen, sondern auch strategisch steuern und die Ergebnisse nachvollziehbar machen wollen. Termine gibt es wahlweise am 2. oder 4. März, 10:00 – 11:30 Uhr, digital beim SKala-Campus, kostenlos. Hier geht's zur Anmeldung.

Digitale Fortbildungsreihe

Kinder- und Jugendparlamente gut begleiten

Wer Kinder- und Jugendparlamente begleitet, steht vor vielfältigen und besonderen Herausforderungen: von praktischen Fragen zu Methoden und Wahlverfahren über rechtliche Grundlagen zur eigenen Rolle und der Arbeitsorganisation.
Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V. unterstützt mit einer Fortbildungsreihe Fachkräfte aus der Verwaltung und Jugendarbeit mit Antworten und Anregungen dazu. Bei der nächsten Veranstaltung geht es um das Thema Mental Health, im April um Mädchen*beteiligung. Die Veranstaltungen finden online statt und sind kostenlos. Mehr Informationen gibt es hier.

Projektstart

Wirksames kommunales Handeln stärken: Neues Projekt Impact Kommunen startet

Das Projekt Impact Kommunen unterstützt Kommunen bundesweit dabei, wirkungsorientierte Ansätze weiterzuentwickeln, um handlungsfähiger zu werden. Ziel ist es, die Bereitschaft für notwendige Veränderungen in Verwaltung und Politik auf kommunaler Ebene zu stärken, konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und Kommunen dazu zu befähigen, diese zu nutzen. So entstehen spürbare Veränderungen für Bürger*innen und das Vertrauen in die Demokratie steigt. Impact Kommunen ist ein Projekt von PHINEO Public. Es wird von der Bertelsmann Stiftung unterstützt und in Zusammenarbeit mit ProjectTogether umgesetzt. Hier erfahren Sie mehr über das Projekt.

Tool-Empfehlung

Für Ihren Werkzeugkasten: die Prozessstunde

Pragmatische Wege, überschaubarer Aufwand und konkrete Verbesserungen – die Verwaltungsrebellen stellen mit ihrer Prozessstunde ein praktisches Workshop-Tool für Prozessoptimierungen vor, das uns auf jeden Fall hellhörig werden lässt. Wer Verwaltung verändern will, weiß ja: Vor dem Prozess ist nach dem Prozess. Ein Blick auf neue Methoden lohnt sich also immer. Eine ausführliche Erklärung des Tools gibt es bei den Verwaltungsrebellen.

Podcast

Wie kann der Staat Impact haben?

Wie kann staatliches Handeln wieder echte Wirkung entfalten – und warum reicht es nicht, nur einzelne Maßnahmen zu optimieren? Im Podcast Zukunftsschmiede spricht Dr. Julia Nast aus dem K360-Team darüber, warum Wirkungsorientierung mehr ist als Projektsteuerung: Es geht um strategische Ausrichtung auf staatlicher Ebene, den Umgang mit Zielkonflikten und die Frage, wie politische Ziele so formuliert werden können, dass sie tatsächlich handlungsleitend werden. Zu hören überall, wo es Podcast gibt.

Kennen Sie schon... ?

"Die Klärung der Sinnfrage ist für erfolgreiche Netzwerke essentiell!"

Frühe Ungleichheit und strukturelle Zugangsbarrieren beschäftigen uns nicht nur aktuell, sondern seit der Entstehung der Kommune 360°. Klar ist: Wenn es darum geht, gerechte Chancen für Kinder zu schaffen, sind Kommunen selten allein handlungsfähig. Gefragt sind Kooperationen und tragfähige Netzwerke über Ressort- und Organisationsgrenzen hinweg. Und Netzwerke wirken besonders dann, wenn Klarheit darüber besteht, wofür sie eigentlich da sind.

Schon 2023 sprachen wir mit Dr. Heike Schaarschmidt vom IKPE darüber, wie die Klärung der Sinnfrage gelingen kann. Sie gab uns dazu Einblicke in das Programm Thüringer Präventionsketten, die nach wie vor sehr lesenswert sind!

Kommune 360° ...

... ist entstanden durch eine gemeinsame Initiative der Auridis Stiftung, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der gemeinnützigen PHINEO AG und besteht aus einem wachsenden Netzwerk aus kommunalen Planungs- und Leitungskräften, Fachexpert:innen, Unterstützer:innen aus Landesinstitutionen, Verbänden, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Initiativen, Wissenschaftsinstitutionen und vielen mehr.
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