Der Newsletter für kommunale Gestalter:innen
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NEWSLETTER No. 2-2023

Liebe:r Leser:in,

es gibt viele verschiedene Anlässe dafür, dass Kommunen ihre Arbeitsweisen, ihre Strukturen und Prozesse so weiterentwickeln, dass sie schlagkräftiger und wirksamer werden - sei es die Entwicklung einer integrierten Strategie und Planung für gelingendes Aufwachsen, die Etablierung von Präventionsketten oder die Umsetzung der SGBVIII-Reform.

Passend zum frühlingshaften Ausschlagen der Natur haben wir in diesem Newsletter eine Vielzahl an Ideen und Erfahrungswissen aus unseren eigenen Reihen und unserem breiten Fachnetzwerk für Sie zusammengestellt.

Wir hoffen Ihnen damit wieder eine gute Inspirationsquelle dafür zu bieten, wie Sie die zarten Pflänzchen der kommunalen Transformation hegen und pflegen. Auf dass Sie schon bald wieder die ein oder anderen Früchte ernten können.

Ihr Team der Initiative Kommune 360°

Neues aus unserer Initiative

Blogbeitrag

6 Empfehlungen, mit denen Unterstützungsangebote für Kinder und Familien wirken!

"Präventionsketten wirken!" - Das glauben nicht nur wir sondern auch Fachexpert:innen aus 11 weiteren Institutionen aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Gemeinsam haben wir ein Impulspapier verfasst, dass Empfehlungen für die Konzeption und Umsetzung wirksamer Unterstützungsangebote für Kinder und Familien, z.B. Präventionsketten, bündelt. In unserem Blogbeitrag finden Sie den Link zum Impulspapier und sechs Empfehlungen daraus kurz für Sie zusammengefasst.

Apropos Präventionsketten: Am Dienstag, den 09. Mai 2023, um 13 Uhr laden wir Sie zur nächsten digitalen Kommune gestaltet!-Veranstaltung ein! Informationen zur Anmeldung finden Sie Ende April auf unserer Webseite.

Interview

Eine Kultur der Zusammenarbeit

Im Interview mit K360 macht Dr. Heike Schaarschmidt, Leiterin des Programms "Thüringer Präventionsketten" am IKPE, deutlich: Das volle Potential von Präventionsketten entfaltet sich, wenn sie in eine netzwerkübergreifende Zusammenarbeit mit allen relevanten Akteuren eingebettet sind. Das Aufsetzen entsprechender Strukturen ist wichtig, aber nur ein Teil der Antwort. Mindestens genauso wichtig ist eine gelebte Kultur der Zusammenarbeit.

Change-Guide

Motivation suchen & finden!

Wir wissen, wie herausfordernd es sein kann, integriertes Planen in Kommunen anzustoßen oder auszuweiten. Mit unserem bald erscheinenden Change-Guide für mutige Kommunen auf dem Weg zur integrierten Jugendhilfeplanung stärken wir Sie in Ihrer Rolle als Change-Agent:in. Der Change-Guide wird Ihnen unter anderem praxisnahe Impulse und kluge Reflexionsfragen bieten. Eine Vorschau gibt's schon jetzt auf unserem Blog. Dort helfen wir Ihnen dabei, Ihre Motivation wiederzufinden, sollte sie mal verloren gehen.

K360-Planspiel

Mit Perspektivwechsel spielen

Weiter oben steht es schon: Die Jugendhilfeplanung braucht eine Kultur der Zusammenarbeit. Die entsteht jedoch nicht einfach so. Sie muss gefördert und erarbeitet werden. Dabei hilft das K360-Planspiel „Schlotterbrück denkt strategisch“. Entwickelt wurde es für all jene, die die Zusammenarbeit in ihren Gremien verbessern und eigene Handlungslogiken reflektieren möchten. Das Material für das K360-Planspiel stellen wir kostenlos zur Verfügung.

Blogbeitrag

Mit Kommunikation die Veränderung gestalten

Was kann Kommunikation ausrichten, wenn die Aufträge und Ziele einzelner Akteure weit voneinander abweichen? Einiges! Das macht unser Blogbeitrag deutlich, der in Zusammenarbeit mit Dr. Nicole Riemer vom osb international entstand. Darin geben wir Ihnen konkrete Tipps und drei Tools an die Hand, damit Sie gleich loslegen können.

Der Kommunen-Podcast

Sozialplanung als Veränderungsmotor?

In der neuen Folge des Kommunen-Podcasts sprechen wir mit Tamara Wedel, Sozialplanerin im Landkreis Schmalkalden-Meiningen und Claudia Michelfeit, Leiterin der Strategischen Planung im Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. Es entwickelte sich ein Gespräch darüber, wie Haltungsveränderungen in der Verwaltung und darüber hinaus erreicht werden und welche Rolle die persönliche Motivation einzelner Personen dabei spielt.

Aus unserem Netzwerk

Benachteiligte Kinder & Jugendliche beteiligen - nur wie?

Fortschrittsdiagramm für Präventionsketten

– sich selbst evaluieren

Wer Beteiligung möchte, muss die Zielgruppe dafür gewinnen. Wie schafft man es, wenn es sich um benachteiligte Kinder und Jugendliche handelt? Dieser Frage widmete sich Univ.-Prof. i. R. Dr. Benedikt Sturzenhecker bei einer Veranstaltung der Reihe "Wissen geht raus.kommunal" im Rahmen des Zukunftspaketes für Bewegung, Kultur und Gesundheit. Weitere Informationen sowie ein Link zur Aufzeichnung des Impulsbeitrages finden Sie hier.
Im Rahmen der Schriftreihe Praxis Präventionskette 7 veröffentlichte das Programm "Präventionsketten Niedersachsen: Gesund aufwachsen für alle Kinder!" kürzlich das Selbstevaluations-Tool Fortschritts-diagramm für Präventionsketten inklusive Arbeitsblätter und Vorlagen.

Das Tool richtet sich an kommunale Akteur:innen, die sich mit dem Auf- und Ausbau einer Präventionskette befassen und diese reflektieren möchten.

Gut zu wissen

Studie #ExtremEinsam

Erst einsam, dann extrem - Einsamkeit unter Jugendlichen als Gefahr für die Demokratie

55 % der Jugendlichen fehlt manchmal oder immer Gesellschaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Progressiven Zentrums. Bemerkenswert ist der Zusammenhang zwischen Einsamkeit und politischen Einstellungen: “Einsamkeit hängt signifikant positiv mit Verschwörungsmentalität, der Billigung politischer Gewalt und autoritären Einstellungen zusammen”. Das Progressive Zentrum sieht dringenden Handlungsbedarf für Wissenschaft, Präventionsarbeit und Politik auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene. Wie diese reagieren ist aus Sicht des Berliner Think Tanks entscheidend für die Zukunft der Demokratie in Deutschland.

Positionspapier

100 Mrd. Euro & breite Bündnisse für grundlegende Veränderungen

Die Stiftung Bildung veröffentlichte vor kurzem einen 5-Punkte-Plan für einen Paradigmenwechsel in der Bildung. Adressiert ist dieser unter anderem an die Kultusminister:innen und die Bundesbildungsministerin. Das Ziel: Die Bildung in Deutschland soll für alle Kinder und Jugendlichen besser werden und unsere Gesellschaft so zukunftsfähig aufgestellt werden.

Insights

Wir machen das einfach so!

Hier präsentieren wir regelmäßig einen Blick
hinter die Kulissen unserer Initiative.
Die Initiative Kommune 360° ist ein Zusammenschluss aus drei Organisationen: der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, der Auridis-Stiftung und der gemeinnützigen PHINEO AG. Als Team arbeiten wir täglich organisations- und standortübergreifend zusammen. Wir leben, was wir für Kommunen empfehlen. Deshalb wissen wir aus eigener Erfahrung: Integriertes Arbeiten ist nicht immer einfach, aber immer bereichernd!

Um das zu zeigen, stellen wir den Mitarbeitenden von K360 drei schnelle Fragen zu ihren Erfahrungen mit unserer integrierten Zusammenarbeit. Dafür nehmen wir uns jeweils ein bestimmtes Thema vor, heute: Platz finden mit Keno Franke.

Keno, du bist seit Oktober 2022 Teil des K360-Teams. Wie findet man seinen Platz in einem Team, dass integriert arbeitet?

Ein Patenrezept dafür gibt es nicht. Mir hilft es, sich offen gegenüber Personen und vor allem Inhalten zu zeigen. Die ersten Wochen stehen unter dem Motto: Alles aufsaugen, viele Puzzlesteine sammeln und sich dem Sturm an Erfahrungen erstmal hingeben.

Irgendwann fängt man automatisch an, die Puzzlesteine vorsichtig aneinanderzulegen. Dabei stellt man dann fest: Das passt zusammen. Und wie!

Was hat dir in diesem Prozess geholfen?

Ganz wichtig sind Ambiguitätstoleranz, Demut, Offenheit und Spaß an der Sache. Es geht ganz viel darum, gegenseitiges Verständnis aufzubauen. Fremde Handlungslogiken und andere Herangehensweisen an Probleme muss man erst mal annehmen, verstehen und vor allem aushalten. Das ist nicht einfach, aber aufschlussreich!

Was war ein wichtiges Learning?

Man muss sich selbst erlauben, etwas nicht zu verstehen. In anderen Kontexten ist das selten möglich, deswegen muss man auch das erst lernen. Es ist völlig okay, all die Puzzleteile erstmal nicht zusammensetzen zu können. Es ist völlig okay, nicht zu verstehen, warum dieser oder jener Weg eingeschlagen wird. Es ist aber wichtig anzunehmen, dass es gute Gründe dafür gibt. Im nächsten Schritt sollte man diese Gründe für sich recherchieren und analysieren. Dann kann man immer mal wieder zwei Puzzleteile verbinden oder deren Verbindung kritisch hinterfragen.

Keno Franke hat ein Faible für Teilhabe und Partizipation. In diesem Sinne gestaltet er Räume, in denen alle Beteiligten bestmöglich zusammenarbeiten können. Für ihn steht integriertes Zusammenarbeiten für fröhliche Überforderung, erquickende Ahnungslosigkeit zu Beginn, aber vor allem für einen unbeschreiblichen Wissensschatz.

Das darf natürlich nicht fehlen ...

Kommune 360° ...

... ist entstanden durch eine gemeinsame Initiative der Auridis Stiftung, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der gemeinnützigen PHINEO AG und besteht aus einem wachsenden Netzwerk aus kommunalen Planungs- und Leitungskräften, Fachexpert:innen, Unterstützer:innen aus Landesinstitutionen, Verbänden, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Initiativen, Wissenschaftsinstitutionen und vielen mehr.
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