• Skip to main content
  • Skip to header right navigation
  • Skip to site footer
Kommune 360°

Kommune 360°

Kooperative und integrierte Planung und Steuerung für gelingendes Aufwachsen

  • Magazin
  • K360 Fellow-Programm
  • Angebote
    • Change-Guide
    • Kommune gestaltet!
    • Kommunen-Podcast
    • K360-Festival 2024
    • K360-Planspiel
    • Lernpfad Change
    • Lernpfad Führung
    • Newsletter
  • Wer wir sind
    • Über Uns
    • Unser Team
    • Unser Netzwerk

Kooperative und integrierte Planung und Steuerung für gelingendes Aufwachsen
24.03.2026 | Blogbeitrag von Susanne Spenn

Versteckte Bedarfe: Was Kommunen beim Kita-Zugang nicht übersehen sollten

Nicht alle Kin­der haben die glei­chen Chan­cen auf einen Kita­platz. Struk­tu­rel­le Zugangs­bar­rie­ren füh­ren häu­fig dazu, dass vor allem Kin­der und Fami­li­en außen vor blei­ben, für die Kin­der­ta­ges­be­treu­ungs­an­ge­bo­te beson­ders wich­tig wären. Das zei­gen ein Blick in die Sta­tis­tik, aktu­el­le Stu­di­en und eine Bestands­ana­ly­se, die Bil­dungs­ma­na­ge­rin Judith Strohm (Deut­sche Kin­der- und Jugend­stif­tung) durch­ge­führt hat. Sie inter­view­te dafür Ver­ant­wort­li­che aus der Kom­mu­nal­ver­wal­tung in Nord­rhein-West­fa­len und unter­such­te, wel­che Fami­li­en unter wel­chen Bedin­gun­gen einen Kita-Platz erhal­ten und in Anspruch neh­men – und wel­che nicht. Bei unse­rer letz­ten “Kom­mu­ne gestaltet!”-Veranstaltung gab Judith Strohm uns und den über 100 anwe­sen­den Gäs­ten aus Kom­mu­nal­ver­wal­tun­gen Ein­bli­cke in ihre zen­tra­len Erkenntnisse. 

Was uns dabei beson­ders beschäf­tigt hat: Ein zen­tra­ler Teil des Pro­blems bleibt oft unsicht­bar – weil er in der Pla­nung viel­leicht gar nicht erst auftaucht.

“Wenn kein Bedarf für einen Kita­platz gemel­det wird, bedeu­tet das nicht auto­ma­tisch, dass es ihn nicht gibt.”

Judith Strohm

Der blin­de Fleck: nicht gemel­de­te Bedarfe

Kom­mu­nen pla­nen ihre Kita-Ange­bo­te mehr­heit­lich auf Grund­la­ge der gemel­de­ten Bedar­fe. Doch was ist mit Fami­li­en, die kei­nen Bedarf anmel­den, obwohl Sie einen haben – oder hät­ten, wenn Ihnen das Ange­bot bes­ser bekannt wäre? Eine Befra­gung der Anwe­sen­den bestä­tig­te die­ses Bild: Die gro­ße Mehr­heit gibt an, dass es in ihren Kom­mu­nen “ver­steck­te” Bedar­fe gibt oder die­se zumin­dest ver­mu­tet werden.

Die Grün­de dafür, dass Bedar­fe unsicht­bar blei­ben, sind viel­fäl­tig. Laut Judith Strohm arbei­ten einer­seits die Kom­mu­nen nur teil­wei­se mit Sozi­al­struk­tur­da­ten, um hier even­tu­el­le Lücken auf­zu­de­cken und gege­be­nen­falls auch nicht gemel­de­te Bedar­fe zu iden­ti­fi­zie­ren. Auf der ande­ren Sei­te feh­len Eltern aus­rei­chend Infor­ma­tio­nen, Res­sour­cen und leicht zugäng­li­che Anmel­de­we­ge, um ihren Bedarf zu melden.

Zwei Aus­gangs­la­gen mit unter­schied­li­chen Handlungsspielräumen

Wie stark die­se Dyna­mi­ken wir­ken hängt auch davon ab, in wel­cher Situa­ti­on sich eine Kom­mu­ne befin­det. Wo Kita-Plät­ze knapp sind, domi­niert die “Man­gel­ver­wal­tung”. Kitas wäh­len aus und bestim­men wel­che Kri­te­ri­en (wie z.B. die Erwerbs­tä­tig­keit der Eltern) über den Zugang zur Kita ent­schei­den. Das führt oft dazu, dass Kin­der aus benach­tei­lig­ten Lebens­la­gen struk­tu­rell schlech­te­re Chan­cen haben.

In Kom­mu­nen mit bes­se­rer Ver­sor­gungs­la­ge, in der Kita­plät­ze womög­lich gar unbe­setzt blei­ben, ent­steht dage­gen ein neu­es “Mög­lich­keits­fens­ter”. Wenn nicht jeder Platz sofort ver­ge­ben ist, ver­schiebt sich der Fokus: weg von rei­ner Nach­fra­ge­ver­wal­tung hin zu der Fra­ge, wie die­se Plät­ze besetzt wer­den kön­nen. Das kann zu Über­le­gun­gen füh­ren, wel­che Kin­der bis­lang nicht erreicht wer­den und wie deren Fami­li­en ange­spro­chen wer­den können.

Vom Reagie­ren zum Erreichen

Wer Chan­cen­ge­rech­tig­keit ernst nimmt, fragt also nicht: Haben wir genug Kita­plät­ze? Son­dern: Wel­che Kin­der errei­chen wir nicht – und war­um? Eini­ge Kom­mu­nen begin­nen bereits, neue Ant­wor­ten dar­auf zu fin­den und ent­wi­ckeln Ansät­ze, um Fami­li­en bes­ser zu errei­chen: Bei­spiels­wei­se durch die geziel­te, mehr­spra­chi­ge Anspra­che von Eltern, durch nied­rig­schwel­li­ge Infor­ma­ti­ons­an­ge­bo­te (wie Erklär­vi­de­os zum Anmel­de­pro­ze­de­re), Unter­stüt­zungs­for­ma­te wie ein “Kita-Anmel­de-Café” oder die bes­se­re Nut­zung von Sozi­al­struk­tur­da­ten, um Lücken zu erkennen.

Um allen Kin­dern Zugang zur Kita zu gewäh­ren, ist es mit dem Aus­bau an Kita-Plät­zen nicht getan. Ent­schei­dend ist, wie die Kom­mu­nen Bedar­fe erfas­sen – und ob sie auch Fami­li­en in den Blick neh­men, die bis­her nicht im Sys­tem auf­tau­chen. Der Aus­tausch mit Judith Strohm hat uns ver­deut­licht: Es braucht einen Per­spek­tiv­wech­sel in der Steue­rung und Bedarfs­pla­nung. Weg von rei­ner Ori­en­tie­rung an gemel­de­ten Bedar­fen – hin zu einem aktiv geför­der­ten Zugang für alle Kin­der. Denn Chan­cen­ge­rech­tig­keit beginnt nicht erst in der Kita. Son­dern bei der Fra­ge, wer über­haupt dort ankommt.

Zum Wei­ter­le­sen:

  • The­men­jour­nal: Kin­der sind Bil­dungs­or­te aber kei­ne Schu­len – über Unge­rech­tig­kei­ten, Her­aus­for­de­run­gen und die Poten­zia­le früh­kind­li­cher Bildung
  • Stu­die: Glei­che Leis­tung, unglei­che Chan­cen – wie die sozia­le Her­kunft Bil­dungs­un­gleich­heit von der Kita bis zur Uni prägt

Kom­mu­ne gestaltet!-Veranstaltungsreihe  
Um unser Netz­werk zu erwei­tern und einen neu­en Raum für Aus­tausch zu schaf­fen, wur­de im April 2022 unse­re Ver­an­stal­tungs­rei­he Kom­mu­ne gestal­tet! ins Leben geru­fen. In die­sem Rah­men erhal­ten Gestalter:innen aus der kom­mu­na­len Pra­xis neue Impul­se, Inspi­ra­ti­on und Pra­xis-Tipps. Durch das kom­pak­te 55-minü­ti­ge „Mit­tags­pau­sen-For­mat“ bie­ten wir Denk­an­stö­ße und gehen mit­ein­an­der in den Aus­tausch. Die zen­tra­le Fra­ge lau­tet dabei stets: Wie kön­nen Ver­än­de­run­gen zu einer inte­grier­ten und koope­ra­ti­ven Pla­nung in Kom­mu­nen schritt­wei­se vor­an­ge­trie­ben und gestal­tet wer­den?  Einen Über­blick über alle Ver­an­stal­tun­gen fin­den Sie hier. Für wei­te­re Infor­ma­tio­nen aus unse­rer Initia­ti­ve und unse­rem Netz­werk abon­nie­ren Sie unse­ren News­let­ter.

Vorheriger Beitrag:Höhere Qualität durch bessere Struktur - Der Kreis Landshut baut proaktiv mit an der Zukunft der Jugendhilfe

Leser-Interaktionen

Schreiben Sie einen Kommentar Antwort abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Mehr zum Thema

10.03.2026 | Veranstaltung

Kommune gestaltet! - Unfair von Anfang an? Frühe Ungleichheit im Zugang zur Kita und was Kommunen dagegen tun können

10. März 2026 @ 13:00–13:55 – Aus der Ver­an­stal­tungs­rei­he “Kom­mu­ne gestal­tet!” In die­ser Ver­an­stal­tung neh­men wir Unge­rech­tig­kei­ten, Her­aus­for­de­run­gen und die Poten­zia­le früh­kind­li­cher Bil­dung in den Blick. Damit Kin­der von qua­li­ta­tiv guter frü­her Bil­dung, Betreu­ung und Erzie­hung in Kitas pro­fi­tie­ren, müs­sen sie dort auch ankom­men. Klingt banal, ist aber lei­der kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit. Im Gegen­teil: Struk­tu­rel­le Zugangs­bar­rie­ren füh­ren häu­fig dazu, dass vor allem Kinder […]

Mehr erfahrenKommune gestaltet! - Unfair von Anfang an? Frühe Ungleichheit im Zugang zur Kita und was Kommunen dagegen tun können
30.05.2022 | Blogbeitrag von Nancy Weber dos Santos

Rückschau auf die Vorschau - Die Arbeit mit Szenarien und Prognosen

Sze­na­ri­en, Pro­gno­sen, ein Blick in die Zukunft – das klingt alles immer ein biss­chen nach Kra­ke Paul, Wet­ter­frosch oder Glas­ku­gel. Aber Jugendhilfeplaner:innen wis­sen es bes­ser: Die Arbeit mit Daten aus den ver­gan­ge­nen Jah­ren und Annah­men über künf­ti­ge Ent­wick­lun­gen ist zen­tra­ler Bestand­teil einer soli­den Ange­bots­pla­nung von Kita-Plä­t­­zen oder ande­ren Betreu­ungs­mög­lich­kei­ten.  Wie genau die Arbeit mit Szenarien …

Mehr erfahrenRückschau auf die Vorschau - Die Arbeit mit Szenarien und Prognosen
25.10.2021 | Blogbeitrag von Carolin Friebe

MitWirkung – Perspektiven für Familien – Ein Projekt von Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. stellt sich vor (Gastbeitrag)

Wirkts schon? – Aber Hal­lo! In fünf Ber­li­ner Bezir­ken wirkt so eini­ges: In Lich­ten­berg, Tem­pel­hof-Schö­ne­berg, Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf, Fried­richs­hain-Kreuz­berg und Mar­zahn-Hel­lers­dorf wird im Rah­men des Pro­jek­tes “Mit­Wir­kung – Per­spek­ti­ven für Fami­li­en” wir­kungs­ori­en­tier­tes Arbei­ten seit Sep­tem­ber 2019 gelehrt, gelernt und viel wich­ti­ger: in die Tat umgesetzt.

Mehr erfahrenMitWirkung – Perspektiven für Familien – Ein Projekt von Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. stellt sich vor (Gastbeitrag)

Rückfragen?
Sprechen Sie uns gerne an.

Anna Scheibe
anna.scheibe@phineo.org

Bleiben Sie auf dem Laufenden!

Einmal im Quartal informiert unser Newsletter über aktuelle Themen, Veranstaltungen und Entwicklungen aus der Welt der Kommunen.

Jetzt zum Newsletter anmelden

Eine Initiative von:

Auridis Stiftung

  • Kontakt
  • Newsletter
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Netiquette
Cookie Einstellungen
Cookie Einstellungen

Wir verwenden Cookies, um unsere Website und unseren Service zu optimieren.

Systemrelevante Cookies Immer aktiv
Der Zugriff oder die technische Speicherung ist unbedingt für den rechtmäßigen Zweck erforderlich, um die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Abonnenten oder Nutzer ausdrücklich angefordert wurde, oder für den alleinigen Zweck der Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Voreinstellungen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Nutzer beantragt wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Aufforderung, die freiwillige Zustimmung Ihres Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht zu Ihrer Identifizierung verwendet werden.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
  • Optionen verwalten
  • Dienste verwalten
  • Verwalten Sie {vendor_count} Lieferanten
  • Lesen Sie mehr über diese Zwecke
Einstellungen
  • {title}
  • {title}
  • {title}